Wie aus einem Facebook Live Video ein Blogbeitrag wird – Automatisierungsbeispiel

Warum (Video) Content nur an einer Stelle platzieren, wenn du ihn auch – automatisiert natürlich – recyceln kannst. Unter der Kategorie Automatisierungsbeispiele stelle ich dir regelmäßig automatisierte Prozesse und Workflows aus der Praxis vor. In diesem Fall, wie aus einem Facebook Live Video ein Blogartikel wird. Mit allen notwendigen Zwischenschritten natürlich.

Auch diese Automatisierung habe ich mit Zapier umgesetzt. Was Zapier genau ist und wie es funktioniert, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

    1. Schritt: Facebook Live Videos

    Ich liebe es, bei Facebook live zu gehen. Dementsprechend habe ich dort eine nette Videosammlung. Irgendwann dachte ich mir, dass es doch schade ist, dass diese Videos bei Facebook vergammeln und nach weniger als 24 Stunden quasi nicht mehr existent sind. Ich wollte sie auch gern bei YouTube hochladen. Eine Lösung musste her.

    Problem: Aufzeichnung muss geschnitten werden

    Das erste Problem dabei war, dass ich meistens die Aufzeichnung – ich streame immer mit Zoom bei Facebook – schon startete, bevor ich live ging. Denn erst live gehen, dann Aufzeichnung staten, gefiel mir nicht. Ich wollte gleich anfangen mit Reden. Die Aufzeichnung musste also geschnitten bzw. zumindest am Anfang gekürzt werden, bevor sie bei YouTube hochgeladen werden kann. So dachte ich zumindest.

    Lösung: Video kann direkt in YouTube gekürzt werden

    Bis ich dann von meiner VA erfuhr, dass Videos auch direkt in YouTube gekürzt werden können. Falls du das auch noch nicht wusstest: Das geht bei den Videodetails unter dem Menüpunkt Editor.

    Workflow Facebook Live Videos

    Mein Workflow sieht demnach wie folgt aus:

    1. Ich starte Zoom und bereite den Live Stream vor.
    2. Bevor ich live gehe, starte ich die Aufzeichnung in der Cloud.
    3. Nach dem Ende des Live Streams bearbeite ich das Video im Creator Studio für Facebook (Text anpassen, Vorschaubild auswählen, Serie auswählen, ggf. kürzen)

    2. Schritt: Automatischer Upload bei YouTube

    Sobald die Aufzeichnung in Zoom verarbeitet wurde, wird sie automatisch bei YouTube hochgeladen. Damit sie dort auch ordentlich ankommt, lasse ich den Text und das Datum formatieren. Das Video ist natürlich erst mal ungelistet, denn es muss noch bearbeitet werden. Dieser Schritt passiert vollkommen automatisiert. Das alles übernimmt Zapier für mich.

    So sieht der Upload dann aus:

    Upload Facebook Live bei YouTube
    Automatischer Upload eines Facebook Live Videos bei YouTube

    3. Schritt: Aufgabe in Asana

    Sobald das Video bei YouTube hochgeladen wurde, lasse ich in Asana automatisiert eine Aufgabe erstellen. Asana ist das Projektmanagement Tool meiner Wahl, doch es funktioniert auch mit Trello, Monday, Google Tasks und ähnlichem. Du kannst auch einfach die Aufgabe per E-Mail versenden. In diese Aufgabe schreibe ich, was mit dem YouTube Video alles gemacht werden muss. Darüberhinaus füge ich immer direkt den Link zum Video ein, damit ich das Video mit einem Klick bearbeiten kann.

    So sieht die Aufgabe dann aus:

    Aufgabe in Asana - Nachbereitung Facebook Live bei YouTube
    Aufgabe in Asana – Nachbereitung Facebook Live Video bei YouTube

    4. Schritt: Blogartikel mit YouTube Video

    Nun ist das Video also schon an zwei Stellen im Internet präsent: Bei Facebook und YouTube. Doch da geht noch mehr. Sobald das Video in YouTube (manuell) veröffentlicht wurde, wird automatisch ein Blogartikel auf meiner WordPress Seite angelegt. In diesem Blogartikel ist auch direkt das YouTube Video eingebettet. Natürlich ist der Blogartikel erst mal nur ein Entwurf, denn außer einem Video ist ja noch nichts zu sehen.

    So sieht der (vorläufige) Blogartikel dann aus:

    Automatisch erstellter Blogartikel eines ursprünglichen Facebook Live Videos mit eingebettetem YouTube Video
    Automatisch erstellter Blogartikel eines ursprünglichen Facebook Live Videos mit eingebettetem YouTube Video

    5. Schritt: Aufgabe in Asana

    Da der Blogartikel natürlich noch nachbearbeitet (bzw. geschrieben) werden muss, lasse ich wieder automatisiert eine Aufgabe in Asana erstellen. Diese Aufgabe habe ich aktuell recht einfach gestaltet und bisher nur den direkten Link zum Blogartikel eingefügt.

    So sieht die Aufgabe dann aus:

    Aufgabe in Asana - Nachbereitung Blogartikel
    Aufgabe in Asana – Nachbereitung Blogartikel

    6. Schritt: Blogartikel bei Facebook teilen

    Tatsächlich gibt es noch einen sechsten Schritt in diesem Workflow. Den hatte ich nur fast vergessen, da ich (bisher) so selten Blogartikel schreibe: Sobald ich einen Blogartikel veröffentlicht habe, wird dieser auf meiner Facebook-Seite geteilt. Das wäre dann fast ein geschlossener Kreislauf. Screenshot folgt, sobald ich einen neuen Blogartikel (also zum Beispiel diesen hier) veröffentlicht habe. Wie du das bei dir einrichtest, erkläre ich übrigens hier: Blogartikel automatisch auf deiner Facebook Seite teilen

    Geteilter Blogartikel auf meiner Facebook Seite
    Geteilter Blogartikel auf meiner Facebook Seite

    Ein paar Statistiken zum Schluss

    Diesen gesamten Prozess habe ich mit Hilfe von Zapier automatisiert. Ich habe dafür in meine Zap history geschaut, um herauszufinden, wie viel Zeit ich durch diese Automatisierung gespart habe.

    Hier siehst du meine Zap history der letzten 10 Monate der Apps Zoom und YouTube. Diese Apps verwende ich in jeweils zwei Apps. Tasks sind die einzelnen Schritte, also Zoom Aufzeichnung bei YouTube hochladen, Aufgabe in Asana erstellen usw.

    Zap History von allen Zaps mit Zoom
    Zap History von allen Zaps mit Zoom
    Zap History von allen Zaps mit YouTube

    Ich betrachte nun nur mal die Zap history von Zoom. Wenn ich also nur jeweils eine Minute für jede Aufgabe gebraucht hätte, wären das 249 Minuten – also gut 4 Stunden – in den 10 Monaten gewesen. Nun dauert der obige Workflow tendenziell eher länger. Pro Aufgabe im Schnitt vielleicht 5 Minuten. Dann wären wir schon bei 249 * 5 Minuten = 1245 Minuten. Das macht mehr als 20 Stunden. Also rund 2 Stunden pro Monat mit Tendenz nach oben.

    Automatisierung leicht gemacht

    In meinen beiden Workshops Automatisiere deine Zoom Aufzeichnungen sowie Automatisiere deinen Video Content zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du genau solche Automatisierungen bei dir umsetzen kannst.

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